Selbsthilfe nierenkranker Kinder und Jugendlicher e.V.

Rückblick auf die 20 Jahr Feier der
„Selbsthilfe nierenkranker Kinder und Jugendlicher e.V.“
am 13. September 2008

"Nur Du alleine schaffst es, aber Du schaffst es nicht allein!"
Unter diesem Leitfaden wurden wir als Zuhörer durch spannende Vorträge geleitet, anlässlich des runden Geburtstages der "Selbsthilfe nierenkranker Kinder und Jugendlicher".

Frau Prof. Dr. Offner startete jung und frisch wie immer ihren Vortrag über 35 Jahre Erfahrung mit nierenerkrankten Kindern und Jugendlichen.
Als ich diese Zusammenfassung hörte, dachte ich nur: "wie gut, dass meine Tochter zur richtigen Zeit geboren wurde. Heute kann man ihr helfen. Vor 40 Jahren wäre dies unmöglich gewesen".

Dr. Hartmann informierte uns über die Zukunftspläne der MHH.
Leider wird erst einmal kein neues Kinderzentrum gebaut. Die Fusion mit der Bult wird nicht stattfinden.
"So müssen wir weiterkämpfen für eine gute Versorgung und einen akzeptablen Standard sowie anständige Unterkünfte von Kind und Eltern...", ging es mir durch den Kopf.

Interessant war der Vortrag von Frau Dr. John aus Jena.
Sie hat das Projekt "endlich erwachsen" mit Frau Prof. Dr. Offner ins Leben gerufen. Dieses Projekt betreut die Jugendlichen, die selbstständig Medikamente einnehmen sollen und selbst regelmäßig zu den Ärzten gehen, kurz: die eben erwachsen werden und für sich selbst sorgen müssen.
"Mein Wunsch wäre ein Projekt für Geschwisterkinder. Dort könnten sich alle Geschwister von nierenerkrankten Kindern einmal in Ruhe austauschen über mögliche Sorgen, Ängste, etc.", dachte ich während des Zuhörens.

Herr Langen, ein Psychologe aus Hildesheim, traf den Kern aller Eltern: Wie kann ich meine Kinder gleich behandeln? Wie schaffe ich es, dass sich nicht ein Kind benachteiligt fühlt? Wie kann ich Kraft sammeln? Wie bleiben mein Partner und ich ein gutes Team in schweren Zeiten?
Die Zusammenfassung dieses sehr interessanten Vortrags wird uns noch vom Nierenverein (auf Wunsch) zugesendet.

Zusammenfassend: Rundum ein sehr gelungener Tag, der noch weiterging. Es folgten noch Vorführungen und ein Familiengottesdienst, zu dem ich leider nicht mehr bleiben konnte.

Das wichtigste für mich war wieder einmal: Hier sind Menschen, die mit uns das gleiche Los tragen.
Auch wir sind nicht alleine.
Und: Es gibt Menschen, die sich um uns mit Freude kümmern, denen es nicht egal ist, wie wir unseren Alltag meistern.

Allen Beteiligten einen herzlichen Dank.
Ihre Christina Plath